Harzwasserwerke GmbH

Ullrich Britz – Leiter Liegenschaften und Vermessung der Harzwasserwerke GmbH
im Interview mit Maike Bock, BIL eG

Die Harzwasserwerke mit Sitz in Hildesheim ist der größte Wasserversorger Niedersachsens und einer der bedeutendsten Talsperrenbetreiber.
Als Vorversorger beliefern die Harzwasserwerke rund 70 Städte, Gemeinden und Wasserverbände im geographischen Dreieck Göttingen-Wolfsburg-Bremen. Ab sofort sind ist das Versorgungsunternehmen Teil des BIL-Portals – auch aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie. Herr Ullrich Britz, Leiter Liegenschaften und Vermessung bei den Harzwasserwerken, erklärt die Hintergründe.

Maike Bock (BIL eG) im Teamsmeeting mit Ullrich Britz

 

M. Bock: Herr Britz, die Harzwasserwerke GmbH ist der neueste BIL-Teilnehmer. Welche Gründe haben Sie kurzfristig beeinflusst gerade jetzt den Prozess zur Teilnahme bei BIL zu beschleunigen?
U. Britz: Unerwartete volkswirtschaftliche Entwicklungen machen uns gerade jetzt Tag für Tag deutlich, welchen Beitrag die Digitalisierung von kritischen Unternehmensprozessen leisten kann. Auch die Leitungsauskunft dient der Sicherung unserer Infrastruktur. Deren Digitalisierung gestattet den externen Zugriff auf unsere zentralen Systeme und beschleunigt die Beantwortung von Bauanfragen. So haben wir viele Unternehmensprozesse auf Grund der Corona-Krise in das Home-Office unserer Mitarbeiter verlegen können und bleiben auch in Notsituationen handlungsfähig.

M. Bock: In welchem Umfang glauben Sie, reduziert sich das bisherige Anfrageaufkommen nach der Inbetriebsetzung von BIL?
U. Britz: Unsere Versorgungsgebietsabdeckung erfasst große Teile in Niedersachsen, derzeit über 70 Kommunen. Durch die automatisierte Betroffenheitsprüfung künftig in BIL erwarten wir, dass sich das Anfrageaufkommen halbieren wird.

M. Bock: Was ändert sich für Ihre Mitarbeiter?
U. Britz: Kurz gesagt, nicht wirklich viel. Mit BIL werden nur die Werkzeuge für die Netz- und Leitungsauskunft weiter optimiert und an die Unternehmesprozesse angepasst. Der eigentliche Prüfprozess das 4-Augen-Prinzip; die Prüfung des berechtigten Interesses; die inhaltlichen Stellungsnahmen bleiben wie gehabt. Mit BIL stellen wir sicher, das wir vollständig digital und rechtssicher Netzauskünfte bereitstellen.

M. Bock: Wurde das Leitungssystem der Harzwasserwerke in der Vergangenheit bei Tiefbauarbeiten beschädigt?
U. Britz: Nein, diese Frage ist so pauschal nicht zu beantworten. Es ist ebenso auch nicht die Motivation BIL einzuführen. Die Harzwasserwerke sind Betreiber sicherheitsrelevanter Infrastrukturen. Beschädigungen unserer Trinkwassertransportleitungen bei Tiefbauarbeiten sind exterm selten. Durch unsere Betriebsabteilungen und unsere örtlichen Streckenaufsichten stellen wir sicher, dass Tiefbauarbeiten in den Schutzflächen unserer Leitungen nur mit örtlicher Einweisung stattfinden.

M. Bock: Die Corona-Pandemie ist derzeit in aller Munde. Neben der Versorgungssicherheit von Gas und Strom bangen viele Bürgerinnen und Bürger auch um das Wasser. Ist diese Sorge berechtigt?
U. Britz: Nein. Die Harzwasserwerke haben ein System erarbeitet, wie der Betrieb auch bei massiven personellen Ausfällen weiter fortgesetzt werden kann. Bei der Produktion von Trinkwasser gelten auch weiterhin hohe Standards, sodass das Wasser nach der Aufbereitung zu Trinkwasser in komplett geschlossenen Behältern und Rohren transportiert wird. Dadurch kommen möglicherweise infizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit dem aufbereiteten Trinkwasser nicht mehr in Berührung. Auch die Sorge, dass sich Bürgerinnen und Bürger über Leitungswasser aus dem Hahn mit dem Virus infizieren könnten, ist unberechtigt. Trinkwasser ist das in Deutschland am strengsten kontrollierte Lebensmittel und unterliegt in der Trinkwasserverordnung strengen Auflagen und Qualitätskriterien. Nach aktuellem Kenntnisstand ist das Trinkwasser sicher und kann das Coronavirus nicht übertragen. Das sagt das Bundesumweltamt. Es hält eine Übertragung des Coronavirus über das Leitungswasser nach jetzigem Kenntnisstand für sehr unwahrscheinlich.

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